Unsere Anreise führte uns über Kleinhaugsdorf, wo wir im Excalibur City etwas
einkauften und unser Mittagsessen einnahmen nach Prag. Ohne uns zu verfahren
fanden wir unser Quartier direkt am Wenzelsplatz. Nach dem Einchecken und der
Fahrt zur nahegelegen Tiefgarage erkundeten wir zum ersten mal den Wenzelsplatz
und genossen unser erstes Tschechisches Bier.
Nach dem Empfangsgetränk im Quartier machten wir Prag zu Fuß unsicher. Wir
begannen unsere Tour beim Heinrichsturm und Jindricha Kirche, gingen dann weiter
zum Gemeindehaus und dem Pulverturm, der sehr beeindruckend ist. Danach gingen
wir zum Platz der Republik, dem Ständtheater - wo W. A. Mozart persönlich bei
einer seiner Premieren dirigierte - und zum Carolinum. Nächster Programmpunkt
war der Altstädter Ring, der wohl der schönste Platz in Prag ist.
Höhepunkt ist die Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus, die neben der Uhrzeit,
auch das Monat, den Planetenstand und das Sternkreiszeichen zeigt. Zu jeder
vollen Stunde findet oberhalb auch ein "Männchenlauf" mit den Aposteln statt
(interessant). Wir nahmen den Lift hinauf zum Altstädter Turm und haben uns
einen ersten Überblick über Prag verschafft. Der Platz war im Mittelalter
Schauplatz von Hinrichtungen, so wurde auch Jan Hus - Rektor der Universität -
hier verbrannt, für ihn steht in der Mitte des Platzes auch ein Denkmal. Weiters
befinden sich zwei großen Kirchen an den Seiten des Platzes: die Tyne-Kirche und
die St. Niklas-Kirche, die beide sehr beeindruckend sind.
Weiter ging es Richtung Karlsbrücke über den Kreuzherrenplatz und die
Karlsgasse, vorbei am Clementinum. Die Karlsbrücke ist ein weiteres Highlight
von Prag. Insgesamt 500 m lang und 10 Meter breit, war sie lange Zeit die größte
Steinbrücke der Welt. Die Brücke ist mit insgesamt 28 Skulpturen geschmückt und
beherbergt auch zahlreiche Straßenkünstler und Souvenierhändler. Auf der anderen
Seite sind die Kleinseitener Brückentürme, die auch impossant wirken. Nach dem
Mittagessen bei McDonalds gingen wir über den Kleinseitener Ring und an der St.
Niklas auf der Kleinseite-Kirche über die neue Schloßstiege hinauf zum Hradschin
- der Prager Burg.
Der Hradschin thront hoch über der Stadt und ist fast eine kleine Stadt in
der Stadt. Beim Eingang stehen zwei Wachen, die stündlich abgelöst werden -
ähnlich dem Buckingham Palace in London. In der Prager Burg befinden sich der
Dom St. Veit, die St. Georgsbasilika das Goldene Gässchen und der Turm
Daliborka, sowie der Königspalast. Am schönsten ist der Dom St. Veit der für uns
einer der schönsten Kirchen ist, die wir gesehen haben - und wir haben schon
viele gesehen. Im Dom wurden die Könige gekrönt. Die St. Georgsbasilika ist eine
sehr alte Kirche (im 11. Jhd. gebaut). Im Goldenen Gässchen befanden sich früher
viele Geschäfte - eine nette Gasse - aber nichts besonderes. Danach gingen wir
noch in die Wallgärten und genossen den Überblick auf Prag. Der 2. Prager
Fenstersturz war auch hier vom Königspalast hinab in den Wallgarten 1618 - der
Auslöser des 30 Jährigen Krieges. Abschließend gingen wir wieder hinunter über
die Mensuv-Brücke am Rudolfinum (Künsterhaus) und am Kunstgewerbemuseum vorbei
zum Wenzelsplatz.
Am
nächsten Tag starteten wir Richtung Moldau, sahen uns die St. Stefanus Kirche
und die St. Ignaz Kirche an, in der Papst Benedikt bereits zu Gast
war. Über den Karlsplatz, an dem Neustädter Rathaus vorbei, gingen wir zu dem
Tanzendem Haus, das durch seine Bauweise auch Liebevoll Ginger und Fred genannt
wird. Danach spazierten wir der Moldau entlang und kamen an der Slawischen Insel
und dem Nationaltheater vorbei. Weiter gingen wir die Nationalstraße bis zur
Kirche Maria im Schnee.
Anschließend
machten wir eine Stadtrundfahrt die uns unter anderem
auch auf den Hradschin und zum Kloster Strahov führte. Nach der Rundfahrt sahen
wir uns die St. Niklas Kirche von innen an und gingen ins Jüdische Viertel. Nach
dem Mittagessen im Gambrinuskeller machten wir eine 1 stündige Moldauschifffahrt
- war leider nicht sehr beeindruckend. Danach gingen wir ins
Wachsfigurenkabinett und auf den Kohlenmarkt. Am Abend fuhren wir zur
Nationalgalerie und haben uns im Messegelände die Wasserspiele angesehen. Die
Aufführung dauerte ca. 45 Minuten und wurde zur Musik von George Bizet`s Carmen
inszeniert (sehr schön).
An
unserem letzten Tag in Prag machten wir es uns recht gemütlich und gingen zur
Maria de Victoria Kirche, in der eine kleine Jesusfigur jede Woche mit einem
neuen Kleid angezogen wird. Danach spazierten wir über die Nerudagasse zum
Loreto, wo wir das Glockenspiel ansahen und im inneren auch die Schatzkammer.
Wir wollten danach ins Strahov Kloster, aber leider war dort gerade Mittagspause
und wir entschieden uns zu Fuß hinunter zugehen und über die Karlbrücke ins U
Fleku Mittagessen zu gehen. Am Nachmittag gingen wir ins Nationaltheater, das
auch durch seinen prächtigen Bau beeindruckte. Am Abend gingen wir in ein
"Schwarzes Theater" und bestaunten die tollen Darbietungen.
Am nächsten Tag ging es wieder zurück in die Heimat. Wir
machten noch einen Abstecher zur wunderschönen Burg Karlstein, die nur ca. 40 km
südlich von Prag ist. Nach einer einstündigen Führung in den rieseigen Gemäuern
fuhren wir weiter nach Budweis, wo wir am schönen Hauptplatz zu Mittag gegessen
haben.